Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Es sind vier miteinander verwandte Fachgebiete, die hier in einer Abteilung zusammengefasst sind: die Anästhesiologie, die Intensivmedizin die Schmerztherapie und nicht zuletzt die Palliativmedizin. Aufgrund dieser Säulen kommt der Anästhesie im EVK eine besondere Bedeutung innerhalb des medizinischen Geschehens zu.

Ziel der Anästhesie ist es, durch eine Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) allein oder als Kombination mit einer Regionalanästhesie während und nach einer Operation eine Schmerzausschaltung bei den Patienten herbeizuführen. Die hier im EvK tätigen Anästhesisten sehen sich als Teil eines Teams, das sich gemeinsam mit den chirurgischen Kollegen um die Gesundheit der Patienten bemüht“, so Frau Dr. med. Verena Lange, die Leiterin der Abteilung. Ihr obliegt die Aufsicht und Kontrolle der lebensnotwendigen Funktionen desjenigen, der regional oder vollständig betäubt ist und sich damit ganz der Kompetenz des Narkosearztes ausgesetzt hat.

Die Basis für das Vertrauen des Patienten ist eine ausführliche Aufklärung über die zu erwartenden Risiken des geplanten Narkoseverfahrens und möglicher Alternativen in einem speziellen Anästhesiegespräch, der Prämedikation. Denn „der Patient muss mithilfe unserer Erklärungen eine fundamentale Entscheidung treffen“, wie die Leiterin der Abteilung betont. Diese Gespräche gehen jedem operativen Eingriff voraus, ambulant wie stationär. Von besonderer Wichtigkeit sind sie für Patienten mit schweren Allgemeinerkrankungen und einem operativen Eingriff größeren Ausmaßes.

Wer wie das EVK Münster Schwerpunkte auch in der Geriatrie setzt, benötigt Expertise, Erfahrung und die entsprechenden technischen Voraussetzungen für den Umgang mit Extremen. „Dank modernster Narkose- und Überwachungstechnik ist bei uns keine Personengruppe von einer Betäubung ausgeschlossen“, wie Dr. med. Verena Lange unterstreicht. 

Kritisch kranke Patienten werden nach einer Operation oder Notfallversorgung auf der modern ausgestatteten interdisziplinären Intensivstation behandelt. Hier wird interdisziplinäre Zusammenarbeit aktiv gelebt, die Therapie wird von Ärzten mit zusätzlicher Qualifikation für Intensivmedizin geleitet.

Als einziges Krankenhaus in Münster verfügt das ev. Krankenhaus über eine zertifizierte Schmerztherapie für das gesamte Haus. Moderne schmerztherapeutische Methoden stehen den behandelnden Anästhesisten mit einer Zusatzqualifikation in Schmerztherapie ebenso zur Verfügung wie herkömmliche Ansätze. Hier kommen neben schmerzlindernden Medikamenten, kontinuierliche Verfahren mittels Schmerzpumpen über Schmerzkatheter und intravenös zum Einsatz.

Das Leistungsspektrum umfasst ebenfalls die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen. Grundlage für eine schnelle und nachhaltige Genesung ist ein ausführliches Schmerzkonzept, das gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet und besprochen wird.
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Die Palliativmedizin bietet in enger Kooperation mit den Kollegen der Abteilung für Geriatrie die Möglichkeit eines individuellen, menschenwürdigen Behandlungsplans am Ende des Lebens.