Demenzstation

Patienten, die unter Demenz leiden, benötigen eine besonders behutsame Betreuung. Durch viel Tageslicht, Ruhe, freundliche Farben und ein vertrautes Mobiliar hebt sich die Gesamtatmosphäre der sogenannten Demenzstation deutlich von herkömmlichen Stationen im Krankenhaus ab. Für die geriatrischen Patienten, die hier für die Dauer ihrer stationären Behandlung betreut werden, ist das ein Segen.

2010 wurde diese Spezialstation im Johannisstift Münster eröffnet. Mit dem Vorhaben gehörte das Johannisstift zu einer der ersten Kliniken mit einer solchen Station. Inzwischen sind bundesweit rund 30 Kliniken diesem Trend gefolgt. Engagiert und liebevoll kümmern sich in Münster Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die überwiegend älteren Menschen. Freundlich, entspannt und strukturiert geht es auf dieser Station zu, die räumliche Gestaltung ist einladend, der Ablauf exakt auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet. Ein individuell zugeschnittenes Programm aus Beschäftigung, Therapie, Bewegung und nicht zuletzt eine besondere Betreuung durch entsprechend geschulte Demenzbegleiter komplettieren das Angebot dieser besonderen Station.

Zentraler Aufenthaltsort ist hier die Wohnküche, in der die Mahlzeiten eingenommen werden und viele gemeinsame Aktivitäten stattfinden. Auch die Angehörigen sind in die Abläufe eingebunden, wissen sie doch am besten, was ihrem demenzkranken Familienmitglied gut tut. Ziel ist es, die Alltagsfähigkeiten zu trainieren und wenn möglich dem Patienten wieder eine Rückkehr in die häusliche Umgebung zu ermöglichen.