Leistungsspektrum

  • geriatrische Krankheitsbilder (Demenz, Depression, Stürze, Ernährungs- und Schluckstörungen, Liegegeschwüre, Schmerzsyndrome oder Mobilitätseinschränkungen)
  • spezielle Demenzeinheit
  • Diagnose und Therapie allgemeininternistischer Akuterkrankungen (Lungenentzündungen, Herzschwäche, Infektionskrankheiten, Thrombosen oder Magengeschwüre)
  • chronische Krankheiten, die sich akut verschlechtert haben (degenerative Wirbelsäulen- oder Gelenkerkrankungen, Parkinson oder Diabetes)
  • verzögerter Heilungsverlauf, zum Beispiel nach schwerer Erkrankung oder Operation

Überprüfung der Medikation

Gerade im Alter nimmt mit den Beschwerden und Krankheiten auch die Zahl der einzunehmenden Medikamente stetig zu. Zudem nehmen viele neben den vom Arzt verordneten Präparaten noch frei verkäufliche Arzneimittel oder so genannte Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke oder der Drogerie ein, was die Anzahl der unterschiedlichen Wirkstoffe im Körper weiter erhöht. Mit jedem zusätzlichen Präparat steigt aber die Gefahr von Wechsel- und Nebenwirkungen, wie sie bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel entstehen. Aus diesem Grund haben wir schon seit dem Jahre 2005 einen Apotheker im Team, der die Medikation unserer Patienten auf mögliche Wechselwirkungen überprüft. Gleichzeitig wird Arzneimitteltherapie auch bezüglich der Dosierung und der "Alterstauglichkeit" kontrolliert, denn eine Vielzahl von Wirkstoffen sollte bei Patienten im höheren Alter nicht eingesetzt werden, da diese häufig nicht vertragen werden und zu Komplikationen führen können. Sollte es Auffälligkeiten bezüglich der Arzneimittel geben, passen wir die Medikation nach Rücksprache mit unseren Patienten an. Auch achtet der Apotheker darauf, dass die von den Ärztinnen und Ärzte des Evangelischen Krankenhauses verordneten Medikamente immer zu der Hausmedikation der Patienten „passt“.
Mit diesem damals einzigartigen Konzept im geriatrischen und gerontopsychiatrischen Bereich konnten wir Anzahl von Neben- und Wechselwirkungen deutlich reduzieren.
Eine Besonderheit ist dieses Vorgehen auch im Rahmen von Operationen älterer bzw. hochbetagter Menschen. Das evangelische Krankenhaus ist auch hier Vorreiter und eines der ersten Krankenhäuser überhaupt, welches eine Medikamentenüberprüfung vor geplanten Operationen durchführt und festlegt, welche Arzneimittel beispielsweise der Narkosearzt (Anästhesist) während der Operation u.a. für die Narkose einsetzen kann und welche sich nicht mit Dauermedikation des Patienten vertragen. Auch nach der Operation, wenn kurzfristig weitere Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika benötigt werden sollten, wird von Seiten eines Apothekers darauf geachtet, dass keine Unverträglichkeiten auftreten.
Das Gesamtkonzept der Versorgung von älteren Patienten ist das Evangelische Krankenhaus sogar einzigartig. Aus diesem Grund wird von Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit die sogenannte PARTNER-Studie unterstützt, um den Vorteil dieses Behandlungs- und Versorgungskonzeptes zu zeigen.

Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie

Patienten können wesentlich dazu beitragen, ihre Arzneimitteltherapie so sicher und erfolgreich wie möglich zu gestalten. Das Bundeministerium für Gesundheit hat Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie herausgegeben.

Kontakt

Dr. Sebastian Baum
Apotheker
E-Mail: sebastian.baum@valeo-kliniken.de