Zentrum für Alterschirurgie (ZAC) und Alterstraumatologie (ZAT)

Der demografische Wandel spricht deutschlandweit eine deutliche Sprache. Immer mehr Menschen werden älter, leiden gleichzeitig unter mehr altersbedingten Beschwerden und Krankheitsbildern – mit erheblichen Folgen für unsere Gesellschaft. Um sich dieser Gruppe betagter Patienten angemessen und kompetent zuwenden zu können war es notwendig, zwei vom Ansatz sehr verschiedene Fachdisziplinen miteinander zu verknüpfen.
Vor dem Hintergrund dieser interdisziplinären Versorgung entstand im Rahmen einer modernen medizinischen Versorgung im Jahr 2011 das „Zentrum für Alterschirurgie (ZAC)“ (in unserem Haus) als Schnittstelle der beiden Fachdisziplinen Chirurgie und Geriatrie.
Nähere Informationen finden Sie auch kompakt in unserem Flyer über "Alterschirurgie und Alterstraumatologie".

Auf Initiative des Chefarztes der Geriatrie, Dr. Kalvari, und der Chefärzte der Chirurgie, Dr. Koch und Dr. Nöschel, konnte so ein Konzept umgesetzt werden, dessen erste Planungen bereits 2004 begonnen hatten.

Grundsätzlich fußt die Idee des Zentrums darauf, dem betagten chirurgischen Patienten mit internistischen-geriatrischen Nebenerkrankungen eine optimale medizinische Versorgung aus einer Hand anbieten zu können. Eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Geriatrie und Chirurgie sowie eine erweiterte fachliche Vernetzung der beteiligten Akteure sind die Voraussetzungen für diese Leistung, die im gesamten Bundesgebiet bislang nur wenige Krankenhäuser anbieten. Im Raum Münster ist das „Zentrum für Alterschirurgie“ sogar Alleinstellungsmerkmal des Johannisstifts. Neben der bereits vielerorts durchgeführten gemeinsamen Behandlung von Patienten mit Knochen- und Gelenkerkrankungen werden hier auch bauchchirurgische Eingriffe interdisziplinär vorbereitet und begleitet.

Für Patienten ergeben sich deutlich spürbare Vorteile:

  • Ein Stationswechsel sowie ein Wechsel des Pflegepersonals entfallen.
  • Ein besseres Vertrauensverhältnis zu den Mitarbeitenden der Pflege fördert das Wohlbefinden und damit auch die rasche Genesung der Patienten.
  • Durch spezielle Schulungen ist das Pflegepersonal auf die Klientel und die Arbeit im Schwerpunktzentrum vorbereitet, was sich nicht zuletzt durch die kürzeren Liegezeiten bemerkbar macht.
  • Die intensive fachliche Zusammenarbeit mit gemeinsamen Besprechungen und Visiten der geriatrischen und chirurgischen Abteilung sowie die gemeinschaftliche Erarbeitung der Konzepte der weiteren Patientenversorgung tragen zu einem qualitativen therapeutischen Ergebnis bei, das ohne diese so kaum zu realisieren wäre.

Darüber hinaus hebt sich das Zentrum auch räumlich vom üblichen Aussehen eines Krankenhauses ab. Ein Gemeinschaftsraum, der den Patienten auch das gemeinsame Einnehmen ihrer Mahlzeiten ermöglicht, ist zentrale Anlaufstelle des Zentrums. Bewusst wurde hier eine wohnliche, freundliche und persönliche Atmosphäre bevorzugt. Ergänzend sorgt eine feste Tagesstruktur mit speziell auf die Patientengruppe zugeschnittenen Angeboten für einen klar umrissenen Rahmen.

Seit dem Jahr 2015 ist nun auch der Bereich Alterstraumatologie von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als Zentrum zertifiziert. In der Region ist dies das erste Krankenhaus, das diese Auszeichnung erhalten hat.

Die Alterstraumatologie beschäftigt sich mit der besonderen Herausforderung der Versorgung von betagten Verletzten. Hier sind beispielhaft vor allem Knochenbrüche durch Stürze und Wirbelkörperbrüche durch Osteoporose zu nennen.

 

tl_files/downloads/sonstiges/Zertifikat ZAC_2014.jpg

Zertifikat ZAC

 

tl_files/downloads/sonstiges/Zertifikat Alterstraumazentrum DGU Muenster 2015.jpg

                         Zertifizierung
                   AltersTraumaZentrum
                         durch CERT iQ