A

Amniozentese

Punktion der Fruchtblase, meist als Vorsorgeuntersuchung bei Schwangeren. Unter Ultraschallkontrolle wird durch die Bauchdecke oder das hintere Scheidengewölbe Fruchtwasser entnommen. Eine solch gezielter Eingriff wird zur Untersuchung der gewonnenen kindlichen Zellen durchgeführt.

Anatomie

Medizinisches Lehrfach, das sich mit dem Bau und Zustand des menschlichen Körpers, seiner Organe und des Gewebes befasst.

Armplexusanästhesie

Unter dem Begriff Plexus versteht man das Venen-, Lymph- bzw. Nervengeflecht. Bei einer Armplexusanästhesie wird das entsprechende Geflecht des Armes betäubt und schmerz- sowie berührungsunempfindlich gemacht.

Arthritis

Akute oder chronische Gelenkentzündung, die unterschiedliche Ausprägungen in unterschiedlichen Körperregionen haben kann.

Arthroskopie

Betrachtung der Gelenkhöhle mittels eines speziellen Endoskops (siehe Endoskopie), das nach vorheriger Punktion in die Gelenkhöhle eingeführt wird.

Asthma bronchiale

Als Asthma bezeichnet man die anfallartig hochgradige Atemnot, die verschiedene Formen und Ursachen haben kann. Das unter dem medizinischen Fachbegriff Asthma bronchiale bekannte Bronchialasthma hat nach längerer Krankheitsdauer häufig chronische Bronchitis u. Ä. zur Folge.

B

Bypass-Operation

Bypass-Chirurgie oder auch Koronarchirurgie, wie sie genannt wird, dient zur Verbesserung der Durchblutung bei einer Verengung der Herzkranzgefäße, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht. Bei der Operation wird das Blut über eine Umgehung - den Bypass - in nicht verengte Abschnitte des Gefäßes geleitet.

C

Cataract

Cataract (oder auch Cataracta) nennt man die auch als "grauer Star" bezeichnete Linsentrübung des Auges. Die häufigste Form ist der sogenannte "Altersstar", der auf körperliche Veränderungen mit fortschreitendem Lebensalter zurückzuführen ist.

Cholesterin

Cholesterin ist eine Grundsubstanz des Körpers, die er beispielsweise zum Zellenaufbau, zur Verdauung und zur Bildung von Hormonen benötigt. Eine zu hohe Konzentration führt jedoch zur Verstopfung der Gefäße und kann schließlich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen. Cholesterinarme Ernährung kann solchen Erkrankungen weitgehend vorbeugen.

Chorionbiopsie

Bei einer Chorionbiopsie werden in der 10. bis 13. Schwangerschaftswoche sogenannte Chorionzotten (umhüllen die Fruchtblase und tragen die gleiche Erbinformation wie das Ungeborene) entnommen und untersucht, um eventuelle genetische Schäden des Kindes festzustellen.

Computertomografie

Computertomografie ist ein seit vielen Jahren etabliertes Schnittbildverfahren und zugleich eine Röntgenuntersuchung. Hierbei werden in rascher Folge Querschnittbilder von der zu untersuchenden Körperregion angefertigt und ausgewertet. Sie bietet eine sehr gute Darstellung der Knochen und Weichteile ohne Überlagerungen, wie sie zum Beispiel beim gewöhnlichen Röntgen oder auch einer Ultraschalluntersuchung vorkommen können.

D

Denervation (oder auch: Denervierung)

Denervation - auch "Entnervung" - ist die Trennung eines Organs oder des Hirns von seinen nervalen Verbindungen. Zu diesem Zweck werden die entsprechenden Nerven oder ihre zentralen Leitungsbahnen operativ unterbrochen.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist der medizinische Begriff für die "Zuckerkrankheit". Es gibt drei verschiedene Typen dieser Erkrankung, der eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels zugrunde liegt.

E

Echokardiogramm

Die Ultraschall(echo)kardiografie dient der Ultraschalldiagnostik des Herzens. Dabei werden die Strukturen einer jeweils festgelegten Schnittebene untersucht.

Embolie

Als Embolie bezeichnet man den plötzlichen Verschluss eines Blutgefäßes, meist einer Arterie, der durch Funktionsausfälle der betroffenen Organe gekennzeichnet ist. Die häufigste Form ist die Thrombose, bei der die Embolie durch Verschleppung von Gerinnseln ausgelöst wird.

Endoskopie

Die Betrachtung - die "Spiegelung" - des Körperinneren, z. B. bestimmter Organe, zu Untersuchungszwecken trägt die Bezeichnung Endoskopie. Dieses Verfahren wird oft zur Magenwanddiagnostik verwendet.

Ergotherapie

Ergotherapie - oder auch Beschäftigungstherapie - wird der Einsatz künstlerischer und handwerklicher Fähigkeiten in der Bewegungstherapie genannt. Unter Anleitung eines Therapeuten sollen so beispielsweise Bewegungsstörungen, die als Folge von Schlaganfällen und Hirnschädigungen auftreten können, behoben oder gemindert werden.

G

Gastroenterologie

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Anatomie und Physiologie des Verdauungsapparates befasst.

I

Inkontinenz

Als Inkontinenz bezeichnet man die fehlende Kontrolle über Blase und Darm. Urin oder Stuhl können nicht bewusst zurückgehalten und der Zeitpunkt ihrer Entleerung nicht selbst bestimmt werden.

K

Kardiologie

Im Fachbereich Kardiologie der Inneren Medizin werden Untersuchungen und Behandlungen von Herz- und Kreislauferkrankungen vorgenommen.

Kaudal-(Sakral-)Anästhesie

Bei der Kaudal- bzw. der Sakralanästhesie werden regionale Betäubungen im unteren Rückenbereich vorgenommen. Damit die gewünschte Körperregion empfindungslos wird, wird das betäubende Medikament über den Kreuzbeinkanal eingespritzt.

Koronarsport

Ziel des Koronarsports ist es, Menschen, die durch Herzerkrankungen (z.B. einen Infarkt) in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, mit speziellen Traningsprogrammen zu einer Stabilisierung ihrer Gesundheit, insbesondere ihrer Herz-Kreislauf-Funktionen, zu verhelfen.

L

Laparoskopie

Der medizinische Begriff der Laparoskopie bezeichnet eine spezielle Untersuchungsform (Endoskopie) des Bauchraumes und seiner Organe.

Logopädie

Logopädie, das heißt Stimm- und Sprachtherapie, wird von ausgebildeten und examinierten medizinischen Hilfskräften durchgeführt. Im Rahmen der Therapie werden diese Stimm- oder Sprachstörungen behandelt. Die Ursachen derartiger Fehlfunktionen können körperlicher, geistig-seelischer oder psychischer Natur sein.

M

Mammachirurgie

Die weibliche Brust wird in der Medizin auch als "Mamma" bezeichnet. "Mammachirurgie" steht folglich für operative Eingriffe an der weiblichen Brust.

Mikrochirurgie

Mikrochirurgische Eingriffe werden mit Hilfe spezieller optischer Hilfsmittel wie z. B. einer Lupenbrille oder eines Operationsmikroskops durchgeführt. Operationen dieser Art werden in besonders sensiblen Bereichen, wie den Augen oder im Schädelbereich vorgenommen.

Morbus Parkinson

Morbus Parkinson, die sogenannte Parkinson'sche Erkrankung, macht etwa 80 Prozent aller Fälle des Parkinsonismus aus. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe ähnlicher Erkrankungsformen mit gleicher Symptomatik. Das Krankheitsbild ist geprägt von beispielsweise Bewegungsstörungen, Gelenkschmerzen, einer Verlangsamung des Denkprozesses sowie der Atem- und Sprechmuskulatur, teilweisen Verwirrtheitszuständen und einem Zittern der Hände. Die Behandlung mit Medikamenten stellt den Schwerpunkt der Therapie des Morbus Parkinson dar.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Die ersten Krankheitszeichen sind schwer zu deuten, da sie auch von anderen Erkrankungen herrühren könnten. Auch der Verlauf ist von Patient zu Patient verschieden, eine Vielzahl von Multiple-Sklerose-Erkrankungen verläuft allerdings gutartig.

N

Neurophysiologie

Als Neurophysiologie wird das Teilgebiet der Physiologie bezeichnet, das sich mit dem Nervensystem befasst.

O

Osteoporose

Osteoporose - oder auch Knochenschwund - ist die häufigste in Deutschland diagnostizierte Knochenkrankheit. Überwiegend Menschen über 40 Jahre sind davon betroffen. Der Verlust der Knochendichte verursacht beispielsweise Rückenschmerzen und Haltungsschäden, und es kommt leichter zu Knochenbrüchen (teilweise sogar ohne ersichtlichen Anlass). Eine frühzeitige Erkennung der Krankheit ist besonders wichtig, um Folgeschäden einzudämmen.

P

Peridualanästhesie

Bei der Peridualanästhesie handelt es sich um eine lokale Betäubung, in deren Mittelpunkt das Rückenmark und die Nervenwurzeln des Rückenbereichs stehen.

Periphere Neurochirurgie

Im Rahmen der peripheren Neurochirurgie werden operative Eingriffe am peripheren Nervensystem, also an den Nerven im üblichen Sinne, vorgenommen.

Physikalische Therapie

Unter den Oberbegriff Physikalische Therapie sind zahlreiche Heilbehandlungen u. a. aus der Krankengymnastik sowie Medizinisches Aufbautraining, Bindegewebsmassage, Narbenbehandlung etc. zusammengefasst.

R

Röntgendiagnostik

Der Begriff Röntgendiagnostik beschreibt die Untersuchung des menschlichen Körpers mit Hilfe von Röntgenaufnahmen (elektromagnetische Wellen).

S

Sonografie

Die Sonografie zählt zu den bildgebenden Diagnoseverfahren per Ultraschall.

Spinalanästhesie

Die Spinalanästhesie ist ein Betäubungsverfahren, das im Sitzen oder in der Seitenlage des Patienten durchgeführt wird. Mit Hilfe dieser lokalen Betäubung können Operationen im Beckenbereich, im Unterbauch oder an den Beinen schmerzfrei durchgeführt werden.

U

Ultraschalldiagnostik

Ultraschalldiagnostik dient der Untersuchung verschiedener Funktionsabläufe im menschlichen Körper. Als kurze Impulse durch die Haut eingestrahlte Ultraschallwellen werden reflektiert und auf dem Bildschirm als Kurve oder Lichtpunkt sichtbar.

V

Visceralchirurgie

Im Rahmen der Visceralchirurgie werden innere Organe des menschlichen Körpers operativ behandelt.

Z

Zyste

Bei einer Zyste handelt es sich um einen durch eine Membran abgeschlossenen Hohlraum (mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt gefüllt), der verschiedene Ursachen haben kann. Die Behandlung erfolgt meist operativ durch Ausschälung der Zyste.