Das EVK wächst weiter: Erweiterung der Intensivstation

Am Ev. Krankenhaus Johannisstift Münster entsteht zurzeit eine Intensivstation mit doppelter Größe: Statt wie bislang fünf Betten wird die neue Abteilung über zehn Intensivplätze verfügen. Die Fertigstellung ist zum Jahreswechsel geplant.

Für die insgesamt 420 Quadratmeter große Station wird ein Teil des 1. Stockwerks umgebaut. „Zusätzlich entsteht an der Rückseite des Gebäudes zum Hof hin ein Anbau. Inzwischen ist der Rohbau fertiggestellt, und wir haben mit den Innenarbeiten begonnen“, sagt Michael von Helden, der kaufmännische Direktor des EVK. „Der laufende Betrieb unserer Intensivstation ist von den Bauarbeiten nicht betroffen.“ Wenn die neue, größere Station in Betrieb genommen wird, bedeutet dies natürlich auch einen erhöhten Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal. Zurzeit läuft noch die Personalauswahl, es sind Stellen ausgeschrieben.

Der Ausbau der Intensivstation ermöglicht zudem die Erweiterung der seit mehreren Jahren bestehenden engen Kooperation mit dem Universitätsklinikum Münster insbesondere im Bereich der Intensivmedizin. Dazu gehört aufgrund der altersmedizinischen Kompetenz des EVK auch die Weiterbehandlung von älteren Patienten, die nach Abschluss der Akutbehandlung von einer künstlichen Beatmung entwöhnt werden müssen, den so genannten Weaning-Patienten. „Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern. Er muss behutsam erfolgen und erfordert eine aufeinander abgestimmte multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Intensivmedizinern, Intensivpflegepersonal, Geriatern, Logopäden, Physio-, und Schmerztherapeuten, klinischen Pharmakologen und nicht zuletzt Seelsorgern und Sozialarbeitern“, erklärt Dr. med. Verena Lange, Chefärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am EVK.

Im vergangenen Jahr feierte das EVK Münster das 15-jährige Bestehen seiner Geriatrie. Mit seinem breit gefächerten altersmedizinischen Angebot ist es heute einzigartig für Münster und die Region: Zertifizierte Zentren für Alterschirurgie und Alterstraumatologie bieten eine individuell angepasste Versorgung bei Operationen und nach einem Unfall. Die Abteilungen für Akutgeriatrie und Frührehabilitation, die Geriatrische Tagesklinik und die Demenzstation decken innerhalb eines einzigen Hauses die Bandbreite des geriatrischen Bedarfs ab.

Auch Innere Medizin, Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie Palliativmedizin, sind mit altersgerechten Konzepten – etwa für die Narkose, zur Linderung von chronischen Schmerzen oder bei der Zusammenstellung der Medikation – speziell auf die Bedürfnisse im höheren Lebensalter ausgerichtet. Verschiedene, auch ambulante Therapiemöglichkeiten und nicht zuletzt eine umsichtige und kompetente Pflege sind weitere Eckpfeiler der altersmedizinischen Kompetenz des Hauses. Mit der Vergrößerung der Intensivstation kommt ein weiterer hinzu.

Baufortschritt der Intensivstation

Baufortschritt am 15.05.2018