Der Herausforderung trotz Coronavirus gestellt

Evangelisches Krankenhaus Johannisstift hat erneut die Auszeichnung „Qualifizierte Schmerztherapie“ erhalten

Sich mitten in der Coronavirus-Pandemie einer Überprüfung unterziehen – diese Herausforderung hat das Evangelische Krankenhaus Johannisstift Münster (EVK) mutig und voller Elan angenommen. Die Einrichtung hat sich mit dem gesamten Mitarbeiter-Team dem Prozess der Rezertifizierung zum zweiten Mal gestellt und ist nun erneut erfolgreich mit dem Zertifikat "Certkom – Qualifizierte Schmerztherapie" für alle konservativen und operativen Fachbereiche des Hauses ausgezeichnet worden. Das Besondere daran: Die Ergebnisse einer umfangreichen Patientenbefragung zur Wirksamkeit der Schmerztherapie sind das Kernstück der Qualitätsprüfung, ein innovativer Ansatz für eine Zertifizierung.

Auch wenn die Bedingungen für den Abschluss des monatelangen Prozesses in dieser Zeit eher ungewöhnlich waren, verfolgte die EVK-Mannschaft das gemeinsame Ziel weiter engagiert – und wurde belohnt. „Certkom“ gratuliert dem EVK Münster auf der eigenen Website mit diesen Worten: „Auch in der derzeitigen Situation mit Corona verfolgten die MitarbeiterInnen des Krankenhauses unbeirrt das Ziel der Rezertifizierung. Für das Hauptaudit, d.h. die Begehung vor Ort, wurden kreative Lösungen gefunden, damit die Visitoren das Krankenhaus auf eine innovative und mal ganz andere Art und Weise überprüfen konnten. Wir freuen uns sehr über dieses tolle Ergebnis und sagen: Herzlichen Glückwunsch!“Selbstverständlich lief die Überprüfung unter Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben und vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen ab. „Es war eine echte Herausforderung. Aber wir wollten zeigen, dass wir auch in diesen schwierigen Zeiten unsere Standards aufrechterhalten und unsere Patienten nach wie vor optimal versorgen können“, freut sich Dr. Verena Lange, Chefärztin der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Besonders hervorzuheben sei, wie Dr. Dietrich Brückner, Oberarzt und Leiter der Schmerztherapie betont, die Vielzahl der Geriatrie-Patienten, die kognitiv oder sprachlich eingeschränkt sind. „Wenn wir etwa herausfinden wollen, wie intensiv der Schmerz bei einem Patienten ist, der aufgrund seines Alters oder seiner Erkrankung kaum oder gar nicht sprechen kann, finden wir andere Wege der Kommunikation. Gestik und Mimik spielen dann eine wichtige Rolle.“ Zum erfolgreichen Konzept der Schmerztherapie am EVK Münster zählen unter anderem auch die überdurchschnittlich vielen sogenannten Pain Nurses. Zwölf Mitarbeiterinnen mit dieser qualifizierten Zusatzausbildung sind für das eher kleine EVK eine stattliche Anzahl.
„Wir sind froh, dass wir den Prozess nicht verschoben haben, sondern uns der Überprüfung trotz des Coronavirus‘ gestellt haben“, berichtet Dr. Verena Lange stolz vom Erfolg aller Beteiligten.

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